Das Wasser ist türkis und klar. Der Strand ist sauber und nur wenige Leute verbringen ihren Tag auf den Liegestühlen. Jeden Abend kann ich den Sonnenuntergang sehen. So lässt es sich leben – aber nicht zu lange: So gar nichts tun ausser sonnenbaden, schwimmen, lesen, etwas rennen und einkaufen kann ganz schön anstrengend sein. Anstrengende Langeweile
Wer hat das schon mal gehört?
Phu Quoc Island – Ein Paradies, nach wie vor
Phu Quoc Island, Tag 2 in Paradise
Wow war das ein fauler Tag. Ausser am frühen Morgen bin ich fast nur rumgelegen.
Um 6 Uhr wachte ich auf und machte mich auf um die lang ersehnte Joggingrunde in Angriff zu nehmen. Bereits um 6.15 Uhr war die Luft stickig, es roch nach verbrenntem Abfall und Abgasen. Auch die Luft war warm und stickig. Dies sollte sich nach einem Frühstück und etwas Sonnenbaden am Strand jedoch bald ändern: Der Himmel verdunkelte sich und auch schon liess mich ein lautes aber dennoch dumpfes Grollen aufschrecken. Der erste Regentropfen zielte auf mein Gesicht und kurz darauf schüttete es nur so vom Himmel herunter. Mein Zimmer hat sowohl TV als auch Internet und so wurde es mir wenig langweilig. Um 14 Uhr war der Spuck dann wieder vorbei und ich legte mich unter den noch immer bewölkten Himmel an den Strand. Was solls? Schön ist es allemal und die Sonne vermochte es auch hin und wieder durch die Wolkenschicht durchzudringen. Bei Sonnenuntergang erstrahlte der Himmel sogar wieder in sanftem Blau, das mit dem orange-goldenen Schimmer der Sonne auf dem Meer erstaunlich gut korrespondierte.
News: ich bleibe 14 Nächtee in demselben Resort Kim Hoa - anstatt der gplanten 8. Es scheint das beste Preis-Leistungsverhaeltnis zu haben. Zudem ist die Anlage sauber, der Garten trumpft mit satten Grüntönen und farbigen Blumen auf und die Angestellten kennen mich bereits.
Darüber hinaus is alles andere besetzt oder erweckt den Anschein höchster Vernachlässigung. Dafür werde ich es mir in Saigon bei gegebener Zeit dann umso gemütlicher machen.
Abflug auf die Insel Phu Quoc – und ich fliege drauf!
Heute morgen ging es los. Bereits um 7 Uhr früh erwachte ich und konnte wegen eines aufgeregten und nervösen Gefühls im Magen nicht mehr einschlafen. Nun, es war ja auch nicht allzufrüh. Jedoch zu früh am Flughafen war ich dann. Volle 2 Stunden. Machte nichts, ich tat mich bei einem Coca Cola gemütlich und las einen Artikel.
Mein Resort: Kim Hoa Resort, Phu Quoc Island
Das Resort liegt am Strand, es hat Liegestühle direkt am Meer. Der Sandstrand ist einigermassen sauber. So auch das Zimmer. Aber von schön kann keine Rede sein. Nun ja. Zum Glück verbringe ich auch nur die Nacht im Zimmer. Gefaulenzt wird woanders
Nach einem Sonnenbaden-Nachmittag und einem längeren Marsch in das Dorf und somit zum bunten, vor Menschen und Geschäftmacherei wuselnderMarkt, suchte ich das nächstgelegene Restaurant auf. Bereits am späten Nachmittag machte ich mich spazierend anhand der aufliegenden Menu-Listen schlau. Für munzige Sfr 3.80 habe ich gespiesen wie eine Prinzessin und ausserdem 2 Getränke konsumiert. Es war sehr lecker und ist sehr zu empfehlen. Werde morgen wieder dahin. Kann mich ja nicht beklagen, wenn meine Leibspeise knapp 90 Rappen kostet pro Riesenportion.
Was sich etwas komisch anfühlt ist, dass ich alleine da bin. Überall sind Menschen zu zweit unterwegs. Ich geniesse es schon und kann auch gut alleine sein, bin aber definitiv nicht dafür geschaffen alleine zu reisen. Mal sehen was die nächsten 8 Tage bringen. Danach werde ich das Resort wechseln: in ein etwas besseres. Bin auch schon neugierig, ob die Preisdifferenz auch einen besseren Service sowie eine schönere Unterkunft beschert. We will se.
Und nun, good bye from paradise, bis bald
Reisen mit Mom: Dalat
Und schon wieder waren wir auf dem Weg zum Flugplatz. Dienstag, 21.2., 11.40 Uhr war der Abflug des Flugzeugs nach Dalat geplant. Es ging ins Hochland! Nach einem ruhigen Flug und einer kurzen Busfahrt, checkten wir in einem kleinen jedoch sauberen und schoenen Hotel ein. Ausgehungert stuermten wir dann das Restaurant am See, welches ich bereits von der Reise mit Raphi her kannte. Die Luft in Dalat ist klar und frisch. Kein Lärm, keine Hektik. Alles geht ruhiger zu und her. Eine wunderbare erholsame Zeit nach dem viel zu heissen, stinkigen und reizüberfluteten Saigon.
Am nächsten Tag, Mittwoch 22.2. hatten wir eine Tour mit zwei Easyridern von Dalat gebucht. Loc und Gon waren unsere Fahrer. Auf ihren gross aussehenen 125er Motorrädern ging es ab aufs Land. Wir sahen Blumenfarmen, Seidenraupen, Seidenproduktion, Kaffeebäume, Reisnudleproduktion sowie Reiswein-Herstellung, assen Nudelsuppe und kletterten Hügel voller Pinienbäume empor. Ein lustiger Tag mit aufgestellten Easy Ridern von Dalat in einer wunderschönen Landschaft.
Reisen mit Mom: Mekong Delta
Am Montag hatten wir uns eine Tour gebucht. Um 8 Uhr sollte es mit dem Auto vom D1 aus losgehen. Ein junger freundlicher Guide unterhielt uns die ganze Autofahrt lang. Seiene Augen fingen an zu glänzen, als wir ihm von den 4 Jahreszeiten der Schweiz und vom Schnee erzählten.
In My Tho ging es dann direkt auf ein motorisiertes Boot. Mit diesem fuhren wir auf dem Fluss bis auf die Dragon Island. Dort besuchten wir eine Coconut Candy Produktions Werkstätte (yummy!), genossen tropische Früchte, Royale Jelly und Bananen Schnaps. Mein persönliches Highlight war die Python Schlange um meinen Hals. Einerseits fasziniert und anderseits etwas abgestossen fühlte ich das schwere schuppige Tier auf meinen Schultern.
Weiter ging es mit einem Ruderboot durch einen engen, mit kurzen Palmen gesäumten Kanal. Wunderschön! Zurück dann auf dem aus Holz gebauten Motorboot erwartete uns eine frische Kokosnuss. Bereits hiess es wieder einsteigen in das geräumige, sehr bequeme und saubere Auto. Es war nun ca 14 Uhr nachmittags. Und schon sollten wir nach kurzer Fahrt wieder aussteigen, da es Mittagessen gab. Viel stand auf der Karte. Nur schwer konnten wir uns vorstellen, wohin wir mit demganzen vietnamesischen Essen sollten, nach so viel Kokosnuss und Früchten. doch glücklicherweise waren es nur klitzekleine Probierportionen, bei denen wir mit leerem Magen wohl bei weitem nicht genug gegessen haetten.
Mekong Delta My Tho war ein Erlebnis!
Und weiter geht das Reisen: Vung Tau
Gestern ist Jana also abgereist. Wir hatten eine tolle Zeit und haben viel gesehen. Von Saigon aus sind wir gestartet, genossen die Sonne in Nha Trang, liessen uns Kleider in Hoi An schneidern. In Hue besuchten wir die Kaiserstädte und bewunderten die Farbigkeit der Tempel. In Hanoi war es kalt. Warm mussten wir uns einpacken und gingen im Old Quarter von Hanoi auf Erkundungstour. Halong war ein Erlebnis: Märchenhaft und traumhaft schön.
Und heute sitze ich nach 4 Tagen Saigon in Vung Tau in einer Spielhölle und plane die weitere Reise mit Daniela Mum. Neben uns sitzen pubertierende Vietnamesen-Jungs und spielen Baller-Onlinegames. Wir sind etwas mehr auf dem Land als am Meer. Genauer bei Vi’s Eltern. Sie wohnen sehr ruhig. Die Luft ist rein und es ist ruhig. Der Kontrast zur Metropole Ho Chi Minh City ist schon sehr frappant. Saigon ist ein Geschwür.
Am Sonntag 20.2 fahren wir wieder zurück nach Saigon um am nächsten Tag eine Reise ins Mekong Delta zu machen. Auto, Tourguide, Essen, Candy Workshop und Boote sind gebucht. Am 22.2. fliegen wir von Saigon aus nach Dalat. Nach 3 Tagen Aufenthalt geht es weiter nach Hoi An. Dort werden wir uns sicher Fahrräder mieten und uns auch die Umgebung ansehen. Das Meer ist da auch nicht weit. Am 28.2. geht es dann schon wieder zurück nach Saigon. Daniela fliegt am 2.3. zurück in die saubere Schweiz wührend ich am 3.3. nach Phu Quoc fliege
Ich freue mich! Aber sehne mich gleichzeitig endlich nachhause zu gehen. Doch vorerst heisst
Vietnam: Hanoi in the north = cold
Am Mittwoch 9.2. machten wir Landstreicher uns wieder auf den Weg: Diesmal ging es zum Bahnhof. Der Zug hatte 45 Minuten Verspätung, so dass wir erst um 15.30 losfuhren Richtung Hanoi. Die Sitze waren einigermassen bequem und an Aircondition mangelte es diesmal auch nicht. Doch im Gegensatz zu der Strecke Saigon – Nha Trang war es nicht unbedingt nötig die Wagen so runterzukühlen. Ich fror und stattete mich mit langen Socken und Pullover aus. So kam auch die Gemüse-Kraut-Suppe wie gerufen, die ein junger Vietnamse durch die Gänge schob und in Plastikbecher abfüllte.
Einen Besuch im benachbarten Speisewagen liessen Jana und ich uns natürlich auch nicht entgehen. Lustig gings da zu und her: Vietnamesen scheinen Bier wirklich sehr sehr gerne zu mögen. Wir amüsierten uns also köstlich mit den jungen – noch jünger aussehenden – Zugbegleiter so dass es schon bald 23 Uhr und Zeit zum Schlafen war. Doch leider war dies gar nicht so einfach: Das Licht brannte hell und Vietnamesen schienen kein Gespür für Stille zu haben. Dennoch gelang es mir dank Musik in den Ohren ein paar Stunden Schlaf zu kriegen. Um 5 Uhr Morgens hielt der Zug am Bahnhof von Hanoi. Schnell fanden wir zum Hotel und fielen müde nochmals für 5 Stunden ins Bett.
Hue die Kaiserstadt
Mit einem grossen Bus verliessen wir am Nachmittag des 7.2. das wunderhübsche Städtchen Hoi An. Dorthin gehe ich wieder! Es ist so charmant, ruhig, hübsch und warm. So als ob ich mich dort ein wenig zuhause fühle.
Gegen 17 Uhr erreichten wir dann Hue, wo wir Glückskinder genau an der Strasse unseres Hotels rausgelassen wurden: Endstation. Das Zimmer war schön und die Bettwäsche roch so gut! Genau was ich hier so vermisse: Himmlisch riechende Wäsche.
Am Folgetag hüpften wir früh aus den Federn und machten uns auf Erkundungsreise zu den alten Kaiserruinen, welche zum UNESCO Welterbe gehören. Herrlich! Das ist enorm beeidruckend diese Überbleibsel grosser Herrscher. Obwohl so lange ist es gar nicht her, seit der letzte Kaiser auf den goldenen Thron gestiegen ist: Bis 1945 war Hue die Hauptstadt von Südvietnam – obwohl die Unabhängigkeit des Kaiserhauses bereits 1885 mit der Kolonialisierung der Franzosen endete.
Die ganze Kaiserstadt gleicht einem verwunschenen Garten eines endlosen Märchens.

Das Foto habe ich mir vom durchaus lesenswerten Blog andersreisen.net ausgeliehen, da ich selber momentan noch nicht die Möglichkeit dazu habe, eigene Bilder hochzuladen.
6.2. Hoi An, Vietnam – The most beautiful petit place in Vietnam until now
Und wieder ist ein Tag in Vietnam vergangen. Doch in Hoi An ist dies etwas Spezielles. Dieses kleine charmante Städtchen verzaubert einen mit seinen kleinen Häusern in Gelb, den farbigen Lampions aus Seide und den vielen Schneiderläden. In Hoi An scheinen die Menschen mehr ein Auge fürs Detail zu haben als andernorts. Ein Grund dafür liegt sicher in der Geschichte Hoi Ans und der Tatsache, dass das Städtchen vom Krieg verschont blieb. Die Altstadt ist noch vollständig erhalten so wie auch viele Tempelanlagen und alte Herrenhäuser.
Während des Tet Fests kommt noch die Tatsache hinzu, dass Gassen, Häuser, Eingänge, sowie Brücken und Bäume reichlich geschmückt wurden. Ich liebe dieses Städtchen und kann es nur jedem der jemals nach Vietnam reist wärmstens empfehlen. Auch die vielen Schneider sind es mehr als wert sich seine Garderobe um einige massgeschneiderte Stücke zu erweitern. Kosten tut es im Gegensatz zu Kleidern auf der Stange nichts und der Preis ist zu massgeschneiderten Kleidern in Europa beinahe lächerlich. Eine sehr empfehlenswerte Adresse befindet sich in der Le Loi Street (nähere Angaben folgen!) welche auch eine Webseite besitzen.
Mein Favorit jedoch ist Dong A Silk. Dies ist ein bereits sehr grosses Unternehmen mit vielen Ablegern im ganzen Städtchen. Hier zahlt man etwas mehr, kriegt aber sicher eine gute Qualität und kann unter vielen verschiedenen Stoffen unterschiedlicher Qualität auswählen. Dong A Silk ist auch eine Adresse, die vom Reiseführer Lonly Planet empfohlen wird.
Nun, das wäre es von Hoi An. Fotos und Anekdoten folgen.
P.S.: Jana hat ein Schuppengesicht – der Sonnenbrand hat sich nämlich etwas gebessert und sie schält sich nun wie eine Schlange.
Hoi An, Vietnam – Travel by Sleeping Bus
Um 6.30 Uhr war es soweit. Einer der Fahrer holte uns mit einem kleinen Personen-Bus beim Hotel ab. Die lange 10-stünidge Reise prestierten wir dann in einem gelben Reisebus. Die Doppelbetten waren auf drei Reihen angebracht und ziemlich schmal. Dennoch liess es sich gut liegen, da auch die Lämge für unsere Körpergrössen (1.77m) einigermassen in Ordnung war. Nur ich war ein seekrank.. das Geschaukle und das wilde Fahren des Chauffeurs in den Kurven machten meinem bereits seit 2 Wochen angeschlagenen Magen zu schaffen. Jedes Mal wenn ich am hinüberdämmern war ins Land der Träume, weckte mich die durch das Holpern hervorgerufene Übelkeit wieder. Kurz nach Mitternacht schlief ich dann doch total belämmert ein und fand etwas Ruhe. Jana schlief bereits seit Stunden und schien sich gut zu erholen.
Plötzlich rüttelte jemand meine Schulter und blaffte „Hoi An“. Nun gut. wir waren da. Es war kalt. 5 Uhr morgens. Eigentlich noch am Schlafen, schlüpfte ich in meine Schuhe und sammelte meine sieben Sachen zusammen. Mit einigen anderen Passagieren wurden wir in den dunklen, eisigen Morgen Hoi Ans entlassen. Ich lass das Strassenschild, nahm meine Karte von Hoi An hervor und führte Jana und mich sicher ins Hotel, wo wir in den frühen Morgenstunden draussen auf Liegestühlen schlafen konnten. Kurz vor 8 Uhr gabs leckeres Frühstück und dann eine Dusche im sehr schönen Zimmer des Hotels Thien Nga Hotel. Nur zu emfpehlen!


